Sport
Vom Kinderturnen zum Leistungssport:
Sport hat mich eigentlich schon mein ganzes Leben über begleitet. Angefangen hat das ganze glaube ich mit dem obligatorischen "Kinderturnen" und meinem schon recht früh erfolgreich durchgeführten Schwimmunterricht. Mit der Schule ging dann natürlich die Zeit auf den Bolzplätzen los. Eine Zeit in der ich noch unter den Postern von Toni Schumacher und Pierre Litbarski einschlief - klar der FC war einfach der Verein zu dem man stand. Irgendwann habe ich dann mal ein Jahr lang gefochten, was mir allerdings nicht sehr viel Freude bereitet hat. Über eine damalige Sport-AG kam ich dann auf dem Gymnasium zur Leichtathletik. Offensichtlich stellte ich mich damals wohl nicht ganz so dumm an und mein damaliger Sportlehrer fragte mich, ob ich nicht mal beim Vereinstraining vorbeischauen wollte. Gesagt getan und aus dem Vorbeischauen wurden letztlich mehr als 15 Jahre Leistungssport. Waren zunächst Kreismeisterschaften und Nordrheinmeisterschaften die höchsten Ziele, ging es nach meinem Vereinswechsel zum TSV Bayer Dormagen stetig bergauf.


Bei Bayer nahm man mich dann bereits im ersten Jahr in der zweiten Staffel gleich mit zu den Deutschen Jugendmeisterschaften nach Lübeck. Wenige Wochen später holten wir sogar bei den ersten Deutschen B-Jugendmeisterschaften in Ludwigshafen die Silbermedaille in der 4x100m Staffel. Die nachfolgenden Jahre verbrachte ich die Wochenenden meist in den diversen Leichtathletikhallen und -stadien in Deutschland. Auf meine anfänglichen Staffeleinsätzen folgten später Einzelstarts über alle Sprintdistanzen sowie im Hoch- und Weitsprung und über die 400m Hürden. Wir hatten damals eine wirklich äußerst schlagkräftige Truppe bei Bayer und zusammen mit unseren Freunden von Bayer Uerdingen waren wir zeitweise besser als unser "großer" Schwesterverein aus Leverkusen. Neben einigen Meisterschaftsmedaillien und Titeln auf regionaler bis bundesweiter Ebene hat mir der Sport allerdings noch etwas ganz anderes ermöglicht. Durch etliche Trainingslager und einige internationale Wettkämpfe habe ich in jungen Jahren schon eine Menge fremder Länder kennengelernt.


Man kann nicht einfach aufhören!
Nach so vielen Jahren gibt es, wie in jedem Bereich, nichts Neues mehr zu entdecken bzw. zu erreichen. Beim Sport war dies nichts anderes und so verließ ich nach 14 Jahren den TSV Bayer Dormagen und heuerte beim Leichtathletikteam der Deutschen Sporthochschule iin Köln an. Dort startete ich einen Neuanfang nachdem ich etwa 2 Jahre dem Sport gänzlich den Rücken zugekehrt hatte. Mit erheblich weniger Zeit für´s regelmäßige Training, aber einer tollen Trainingstruppe um trackattackcologne herum, schaffte ich es dennoch nochmals an meine damaligen Bestzeiten im Kurzsprint anzuknüpfen. Aber spätestens mit dem Berufseinstieg wurde es immer schwerer den Sport in dieser Form zeitlich unterzubringen. Was folgte waren immer mal wieder lange Perioden ohne jeden Sport, dafür mit überlangen Arbeitstagen. Wohlgefühlt habe ich mich dabei nie, denn wenn man mehr als die Hälfte seines Lebens auf dem Sportplatz verbracht hat, kann man nur schwer auf das Gefühl des Sports verzichten.
Endlich wieder einen Ausgleich gefunden:
Mittlerweile bin ich wieder Mitglied im TSV Bayer Dormagen. Allerdings nicht mehr im Leistungssportbereich. Stattdessen spiele ich einmal die Woche Volleyball. Darüberhinaus bin ich im Sommer oft mit dem Bike unterwegs und im Winter geht´s zum Skifahren oder mit den eigenen Kufen auf´s Eis. Und mit dem Tauchen habe ich mittlerweile eine neue Leidenschafft kennengelernt. All diese Aktivitäten helfen ungemein, den Stress des Büroalltags auszugleichen und Spaß macht´s darüberhinaus auch noch.

